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- Ketchup in Tuva
- Charles Darwin
Kaplan des Teufels? - Heinrich VIII. –
Mörder auf dem Königsthron - Die letzte Schlacht der Kelten
- Tunesien - Fata Morgana zwischen Wüste und Meer
- Die Jagd nach den Gewürzinseln
- Der Traum vom Taj Mahal
- Buddha - Der Weg zur Erlösung
- Mohammed - Die Stimme Gottes
- Desaster am Teufelstor - Der Treck der Mormonen durch die USA
- Sturm über Asien - Alexander der Große erobert die Welt
- Ich komme spät nach Hause - Giora Feidman’s Klezmer
- Die Sturmfahrt der Schu-Fu
- Todesreiter aus der Steppe
- Edgar Hilsenrath
- Das Schloss der vergessenen Mumien
- Der Stern und sein Schatten - Zwangsarbeit bei Daimler-Benz
- Vergesst Columbus - Die geheimen Entdecker Amerikas
- Tsa’amri - Von einem, der auszog, Indianer zu werden
- Wo lag Atlantis?
Desaster am Teufelstor -
Der Treck der Mormonen durch die USA
In der Reihe: Höllenfahrten
„Verlasst die alte Welt, zieht nach Zion!“ verkündeten Mormonen-Missionare seit der Gründung ihrer Kirche im Jahre 1830. Und wo soll Zion liegen? In Amerika! Eine der größten Völkerwanderungen der Zeit setzt sich Richtung Utah, dem neuen Siedlungsgebiet der Mormonen, in Bewegung. Zu Fuß ihre Handwagen hinter sich herziehend, müssen die Familien 2000 Kilometer von Iowa City bis in das Gelobte Land zurücklegen. Doch für einen Mormonentreck wird der Weg ins Paradies zur Höllenfahrt.
Wochenlang sind die "Heiligen der letzten Tage" bereits durch den amerikanischen Westen gezogen. Nach ihrem entbehrungsreichen Marsch durch Morast, Prärie, Wüste und reißende Flüsse werden Hunderte von Männern, Frauen und Kindern in Wyoming plötzlich von einem vorzeitigen, heftigen Wintereinbruch überrascht. Viele sterben an Unterkühlung, Hunger oder Entkräftung, bevor eine Rettungsmannschaft aus Salt Lake City, dem Hauptsitz der Mormonen, ihren Glaubensbrüdern entgegenkommt und die Übriggebliebenen in der Nähe einer tiefen Felsschlucht am Fuße der Rocky Mountains mit dem Namen „Teufelstor“ retten kann.
Die Entbehrungen und Strapazen der Reise werden anhand von Berichten Überlebender nachgestellt. Insbesondere das Schicksal einer Londoner Familie wird anhand eines autobiographischen Berichtes, den die damals siebenjährige Tochter siebzig Jahre später verfasste, verfolgt.
Die Erfahrungen der mormonischen Pioniere, die auf der etwa 2000 Kilometer langen Wanderung nach Salt Lake City schrecklichen Strapazen ausgesetzt waren, werden heute als Teil einer Art Heiligengeschichte betrachtet. Nur so ist zu verstehen, dass wohl kaum ein Kapitel in der amerikanischen Geschichte so umfassend dokumentiert ist wie der große Exodus der Mormonen. Noch heute überqueren Nachfahren der damaligen Siedlerpioniere die große Ebene nur mit den Mitteln ausgerüstet, die auch ihren Großvätern und Großmüttern zur Verfügung standen. Durch diese ‚Initiation’ vollziehen sie die Reise ihrer Vorfahren ins Gelobte Land nach, an dessen Ende der Eintritt ins Reich Gottes auf Erden stehen sollte.




