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- Ketchup in Tuva
- Charles Darwin
Kaplan des Teufels? - Heinrich VIII. –
Mörder auf dem Königsthron - Die letzte Schlacht der Kelten
- Tunesien - Fata Morgana zwischen Wüste und Meer
- Die Jagd nach den Gewürzinseln
- Der Traum vom Taj Mahal
- Buddha - Der Weg zur Erlösung
- Mohammed - Die Stimme Gottes
- Desaster am Teufelstor - Der Treck der Mormonen durch die USA
- Sturm über Asien - Alexander der Große erobert die Welt
- Ich komme spät nach Hause - Giora Feidman’s Klezmer
- Die Sturmfahrt der Schu-Fu
- Todesreiter aus der Steppe
- Edgar Hilsenrath
- Das Schloss der vergessenen Mumien
- Der Stern und sein Schatten - Zwangsarbeit bei Daimler-Benz
- Vergesst Columbus - Die geheimen Entdecker Amerikas
- Tsa’amri - Von einem, der auszog, Indianer zu werden
- Wo lag Atlantis?
Todesreiter aus der Steppe
In der Reihe: SPHINX– Geheimnisse der Geschichte
Man schreibt das Jahr 375 n. Chr. Europa erzittert, als würde die Erde beben. Wilde Reiterhorden aus den Weiten Asiens überrennen seine östlichen Grenzen. Erschütternde Nachrichten von Mord, Folter und verbrannten Dörfern eilen ihnen voraus. Der ganze römische Weltkreis gerät in Aufruhr und Panik: Die Hunnen kommen! Steht nun das Ende der Welt bevor? Ist das die in der Bibel prophezeite Apokalypse?
Schon lange vor dem Hunnensturm hatten die Barbaren aus den Gebieten jenseits des Limes, des nördlichen Grenzwalls, kriegerische Vorstöße unternommen und Rom zum Wanken gebracht. Doch erst den Hunnen sollte es gelingen, das Weltreich in die Knie zu zwingen. Wie war das möglich? Wie konnten raubende und plündernde Horden asiatischer Reiternomaden die militärische Supermacht Rom überrennen und damit der glorreichen Antike den Todesstoß versetzen?
Das Kaiserreich befand sich im Umbruch. Die alte Götterwelt hatte abdanken müssen, der neue Kult um den Lichtgott Mithras entweihte die Tempel von Jupiter und Mars. Von Kleinasien aus verbreitete sich eine neue Religion, die aus einer kleinen jüdischen Sekte entstanden war, nach Westen und stieg im Römischen Reich zur mächtigsten Religion auf: das Christentum. Die alten Kulte wurden aber nicht nur auf Grund gewandelter Glaubensvorstellungen verdrängt. Der Kampf um die Götter war auch ein Kampf um die politische Macht in Rom.
Das Zeitalter der großen Völkerwanderungen war angebrochen. Nach Westen ziehende Stämme lösten in Europa Unruhe aus, mittel- und nordeuropäische Völker kamen in Bewegung. Sie alle zerstörten das alte Ordnungsgefüge: den „römischen Frieden“, die Pax Romana. Seit die Hunnen vor eineinhalb Jahrtausenden über Europa herfielen, gelten sie als die Verkörperung der asiatischen Bedrohung. Seit damals fürchtet die zivilisierte Welt des Westens die ihr unheimlichen Fremden aus dem Osten.
Der Hunnensturm über Europa ist eines der großen Rätsel in der Geschichte des Abendlandes. Woher kam dieses Volk? Aus welchem Grund machte es sich nach Westen auf und drang über Tausende von Kilometern in unbekannte Gebiete vor?




